

Mit seiner Entscheidung, ein neues Stadtbahnnetz einzuführen, stellte der Hamburger Senat die Weichen für die Zukunft Hamburgs: Die Stadtbahn bietet ideale Voraussetzungen, um die steigenden Mobilitätsbedürfnisse der Hamburgerinnen und Hamburger langfristig, effizient und umweltschonend zu befriedigen und sichert somit ein Wachsen mit Weitsicht. Verkehrlich notwendig ist die Stadtbahn auch volkswirtschaftlich gesehen die optimale Lösung. Sie sorgt dafür, dass die Hansestadt auch in Zukunft mobil bleibt – denn sie ist ein wichtiger Schritt auf dem Weg zur Elektromobilität: Die strombetriebene Stadtbahn fährt unabhängig vom Erdöl, das laut Expertenprognosen bereits ab etwa 2030 so knapp und in der Folge so teuer sein wird, dass der öffentliche Personennahverkehr nicht mehr auf dieselbetriebene Busse setzen kann.
Mit der Stadtbahn erhält Hamburg ein eigenständiges neues Nahverkehrssystem, das ausschließlich oberirdisch fährt und die vorhandenen Systeme optimal ergänzt. Die zahlreichen Übergänge zum bestehenden Schnellbahn- und Busnetz sichern komfortable Verbindungen für die Fahrgäste.

Die modernen Niederflurfahrzeuge rollen gleichmäßig und ruhig durch die Straßen. Weitgehend unabhängig von Staus oder anderen Einflüssen fährt die Stadtbahn nach derzeitigen Planungen zu 80 bis 90 Prozent auf einem eigenen Bahnkörper, der den Fahrweg bildet. Erfahrungen aus anderen Städten bestätigen: Die Fahrgäste empfinden die Fahrt mit einer Stadtbahn als wesentlich angenehmer als die mit Bussen, da die Schienenfahrzeuge ruhiger beschleunigen und an den Haltestellen nicht in Busbuchten einfahren müssen. Ein weiterer Pluspunkt ist die erhebliche Laufruhe.
Eine intelligente Verkehrsführung sorgt dafür, dass die Stadtbahn an Ampeln systematisch Vorrang erhält. Als „Pulkführer“ setzt sich die Stadtbahn in einer Zeitschleuse von wenigen Sekunden an die Spitze des Autoverkehrs und hat damit freie Fahrt. Ihr folgt dann der Autoverkehr. Einen Stopp legt die Stadtbahn nur an den Haltestellen ein.
Von diesen Steuerungstechniken profitieren jedoch nicht nur die Fahrgäste der Stadtbahn, sondern auch der Individualverkehr (beispielsweise Auto- , Rad- und Fußgängerverkehr), der sich parallel zur Stadtbahntrasse bewegt. Insbesondere an den Knotenpunkten Jahnring/Überseering und Norheimstraße/Fuhlsbüttler Straße verkehrt die Stadtbahn parallel mit den zweispurigen Hauptrichtungen des Verkehrs. Auch am Knoten Barmbeker Straße/Winterhuder Markt wird der Verkehr vom Winterhuder Markt in die Barmbeker Straße sowie der Abbiegeverkehr aus und in die Ohlsdorfer Straße gleichzeitig mit der Stadtbahn freigegeben.
Mobilitätseingeschränkte Fahrgäste und Reisende mit Gepäck oder Kinderwagen können im Stadtbahnsystem sofort komfortabel und barrierefrei ein-, aus- und umsteigen. Die niederflurigen Fahrzeuge und die etwa 25 Zentimeter hohen, über kurze Rampen erreichbaren Haltestellen machen es möglich. Außerdem sind die Bahnsteige unter anderem mit Leitsystemen für Sehbehinderte und mit modernen Fahrgastinformationssystemen ausgestattet.


Durch integrierte Gestaltungskonzepte kann die Stadtbahn dazu beitragen, das Stadtbild konsequent aufzuwerten. Anspruchsvoll gestaltete Stadtbahnanlagen und die Neu- und Umgestaltung des angrenzenden Straßenraumes setzen neue Akzente. Rasengleise, die im Stadtbahnnetz bevorzugt zum Einsatz kommen sollen, werden das Gesicht der Hansestadt positiv verändern.