

Dynamische und wachsende Metropolen wie Hamburg sind ohne einen schienengebundenen Nahverkehr kaum vorstellbar. Doch nicht überall ist es wirtschaftlich vertretbar, die vorhandenen Systeme von U- und S-Bahn auszubauen, da der Ausbau meist sehr teuer ist. Das Verkehrsmittel der Wahl waren in Hamburg daher bisher die Busse. Doch auf einigen Linien stoßen sie durch die – erfreulicherweise – stetig steigenden Fahrgastzahlen an ihre Leistungsgrenzen. Trotz verdichtetem Takt, größeren Fahrzeugen und erweiterten Linien sind sie bereits heute in Teilen überlastet.



Für die Zukunft benötigt Hamburg ein zusätzliches System, das in seiner Leistungsfähigkeit zwischen Bus und U-Bahn angesiedelt ist: die Stadtbahn. Sie kann gegenüber einem Gelenkbus mehr als doppelt so viele Hamburger ans Ziel bringen. Daneben ist der Bau einer Stadtbahntrasse in bereits bewohnten Gebieten erheblich kostengünstiger als der Ausbau einer Schnellbahn mit den anspruchsvollen Tunnel- und Ingenieurbauten, der erst bei einem sehr hohen Verkehrsaufkommen rentabel ist. Stadtbahnen verursachen bei gleicher Leistung weniger Betriebskosten als U-Bahn oder Bus. Die Stadtbahn ist deshalb besonders für die Strecken effizient, die zwar eine hohe Nachfrage haben, aber mit U- und S-Bahnen nicht wirtschaftlich betrieben werden können – eine optimale Ergänzung für das Hamburger Verkehrsnetz.